Was sind Depressionen?

Depressionen sind Gemütskrankheiten, bei welchen es zu einer traurigen Verstimmung verbunden mit Angstzuständen kommt. Innerer Unruhe sowie Denk- und Schlafstörungen im Zusammenhang mit Depressionen sind häufig.. Das Denken ist verlangsamt und dreht sich meistens um ein Thema, nämlich darum wie schlecht es geht Situationen werden als aussichtslos und die Zukunft als hoffnungslos gesehen.

 

Was man dazu wissen sollte:

  • Keine Depression ist Trauer oder eine traurige Stimmung, etwa nach einem schweren Verlust.
  • Depressive können sich nicht freuen und haben grösste Mühe, selbst einfache Entscheidungen zu treffen.
  • Depressionen werden häufig von hartnäckigen körperlichen Beschwerden begleitet.
  • Depressionen lassen sich meist mit Hilfe gezielter Fragen erkennen.
  • Grundlose Schuldgefühle gehören zu den wesentlichen Anzeichen einer Depression.
  • Depressive benötigen, wie alle schwer kranken Menschen, von ihrer Umgebung Verständnis und Unterstützung.
  • Depressionen sind heilbar. Neben Medikamenten - Antidepressiva - stehen verschiedene Formen der Gesprächstherapie zur Verfügung.

Antidepressiva wirken nicht sofort. Meist vergehen bis zu einer Besserung der Beschwerden Tage bis Wochen. Antidepressiva behandeln die Anzeichen (Symptome) der Depression. Deshalb müssen sie solange eingenommen werden wie die Erkrankung anhält. In der Gesprächstherapie wird auch versucht die Ursachen einer Depression zu erkennen, dies kann entscheidend zur Heilung beitragen.

  • Immer wiederkehrende Depressionen können vorbeugend behandelt werden.
  • Depressionen sind oft Ursachen von Selbstmordhandlungen.
  • Selbstmordgefahr kann rechtzeitig erkannt werden.
  • Selbstmordgefährdete sollten so rasch wie möglich ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen.
  • Für Selbstmordgefährdete stehen neben der hausärztlichen oder fachärztlichen Beratung Kriseninterventionszentren, Psychosoziale Dienste oder die Telefonseelsorge zur Verfügung.

Wer ist betroffen? Depression - eine häufige Erkrankung

Depressiven sollte bewusst gemacht werden, dass Depressionen zu den häufigsten Krankheiten überhaupt zählen. Nach den Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation leiden jeweils an einem Tag 3-5% der Weltbevölkerung an Depressionen. Das sind täglich 120-200 Millionen Menschen.

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, wird auf 20-30% geschätzt, d.h. jeder Dritte von uns macht wahrscheinlich in seinem Leben irgendwann eine schwere Depression durch. Leichte, vorübergehende depressive Verstimmungen bleiben wohl keinem Menschen erspart.

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Van Gogh - sinnbildliche Deppression

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