Aura_Fiona

Fionas Aura Bild zeigt viel reines,

helles, weisses Licht - reine Liebe,

Energie und die Verbindung zum

höheren Selbst.

Hände von heilender Kraft

Behutsam streichen die Hände der Heilerin wenige Zentimeter über den Rücken der Patientin, die ausgestreckt vor ihr auf dem Massagetisch ruht. Ein wohlig warmes Kribbeln läuft der Liegenden die Wirbelsäule hinauf. Ihre Muskeln entspannen sich mehr und mehr. Plötzlich sind die Schmerzen seit vielen Wochen zum allerersten Mal verschwunden - wie von Zauberhand weggewischt. Trotz modernster Hightech kann die Schulmedizin vielen chronisch Kranken nur ungenügend helfen. So ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen Linderung von der geheimnisvollen Kraft der Handaufleger und Besprecher erhoffen. Fast drei Millionen Deutsche (!) suchen jährlich Rat und Hilfe bei rund 10.000 Geistheilern. In der Schweiz haben sich schon 11 Prozent aller Eidgenossen einmal von ihnen behandeln lassen, und in den Niederlanden buchen jährlich 65 000 Patienten rund 2 Millionen „Sitzungen". Ein Run, der bisher weitgehend unbemerkt blieb. Bekannt wurden nur wenige spektakuläre „Wunder". Zum Beispiel 1996: „Günter Strack von Heiler gerettet!" titelten etliche Zeitungen. Dem in Frankreich lebenden afrikanischen Schamanen Papa Elie Hien war es gelungen, den „Drombusch"-Schauspieler nach wochenlangem Koma wieder ins Leben zurückzuholen.
Auch andere Prominente haben sich „magischen Händen" anvertraut: Hildegard Knef, Gunther Sachs, Tina Onassis, TV-Serienstar Linda Evans oder Shirley MacLaine, zahlreiche Mitglieder europäischer Königshäuser wie Prinz Charles, Herzogin Sarah Ferguson und König Juan Carlos lassen ebenso Heiler kommen wie Chinas mächtiger Mann Deng Xiaoping.

Kosmische Energien

Die meisten Schulmediziner machen es sich leicht und sprechen der Laienkonkurrenz einfach die Existenzberechtigung ab. Der Grund: Handaufleger haben in Deutschland keine „Lizenz zum Heilen". Therapieren dürfen sie nur, wenn sie einen Heilpraktiker-Abschluss besitzen oder unter Aufsicht eines Arztes stehen - egal, ob sie eher naturwissenschaftlich orientiert sind und mit avantgardistischen Apparaten hantieren wie die Radioniker (s. Kasten rechts) oder sich als „Werkzeuge Gottes" und „Kanal für kosmische Energie" verstehen.

Methoden des geistigen Heilens
  • Handauflegen: Die Hände werden meist in geringem Abstand über den Körper gehalten und bewegt. Über sie soll „Heilenergie" auf den Klienten übertragen, Krankmachendes abgezogen und Energie-Blockaden aufgelöst werden.
  • Besprechen: Mit Hilfe heilkräftiger Sprüche und symbolischer Zeichen sollen Erkrankungen verschwinden.
  • Reiki: Durch Handauflegen und spezielle Energiesymbole soll eine spezielle Heilenergie übertragen werden. Dank besonderer Einweihungen, das heißt symbolischer Manipulationen ihres Energiefeldes, seien Reiki-Heiler in der Lage, eine „Reiki-Heilenergie" weiterzugeben.
  • Gesundbeten: Heiler, Kranke oder beide rufen die heilende Hilfe Gottes, bestimmter Heiliger, Engel oder anderer höherer Wesen an.
  • Flying Light: Moderne Kombination aus Handauflegen, Farbvisualisation, Shiatsu und Körpertherapie.
  • Schamanismus: Der Heiler versetzt sich in Trance und erfährt dabei Näheres über die tieferen Ursachen der jeweiligen Krankheit und Möglichkeiten ihrer Behandlung.
  • Radionik: Per Radionik-Gerät als Hilfsmittel der eigenen Sensitivität sollen zuvor individuell ausgetestete „heilende Informationen" auf den Patienten übertragen werden.
  • Weitere Formen sind: Therapeutic Touch, Healing Touch, One Light Healing Touch, Pranaheilen nach Choa Kok Sui, Time Line, Gruppenheilungen wie in Bruno-Göring-Zirkeln, Heilung an Kraftplätzen und Wallfahrtsorten (geomantisches Heilen), mediales Heilen, spiritistisches Heilen (mit Hilfe von Geistern), Chakra-Therapie, Familienstellen nach Bert Hellinger etc.

So praktizieren viele Heiler in einer rechtlichen Grauzone und hüten sich davor, ihre Erfolge an die große Glocke zu hängen. Tatsache jedoch ist: Tausende Menschen haben bereits positive Erfahrungen mit der Alternativmethode gemacht. Zwei Drittel der Behandelten fühlen sich unmittelbar nach dem Handauflegen deutlich besser, fünf bis zehn Prozent sogar völlig geheilt! Das ergaben Befragungen an rund 6000 Heiler-Patienten, die im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte der Universitäten von Freiburg (Süddeutschland) und Utrecht (Niederlande) durchgeführt wurden. Vor allem bei chronischen Schmerzen, Problemen mit Gelenken und Knochen, Dauerverspannungen, Beeinträchtigungen des Nervensystems und der Psyche, Asthma, Neurodermitis, Allergien und bei Störungen der Verdauung und des Stoffwechsels waren die Heiler erfolgreich.

Handauflegen
Handauflegen: Zwei Drittel fühlen sich danach viel besser

Während es in Deutschland immer noch eine tiefe Kluft zwischen Geistheilung und Schulmedizin gibt, arbeitet man in anderen Ländern bereits Hand in Hand. Im Wiener Donauspital, dem bekanntesten Krankenhaus der österreichischen Hauptstadt, gehört etwa „Therapeutic Touch" zum Klinikalltag: Jeder Patient der Krebs-Ambulanz kann wählen, ob er begleitend zur konventionellen Therapie auch Heilenergie „tanken" möchte. „Therapeutic Touch" wurde vor rund 40 Jahren von Professor Dolores Krieger, damals noch Krankenschwester, in Zusammenarbeit mit der Heilerin Dora Kunz entwickelt. Speziell für die Anwendung in Praxen, Pflegeheimen und Krankenhäusern variierten sie traditionelle Techniken der Energie- und Geistheilung. Heute wird diese Therapie in über 100 Ländern unterrichtet - darunter in Frankreich, Ungarn, Finnland, Island, der Ukraine und Kenia.
In der Schweiz arbeiten Mediziner und Heiler zumindest in „Modellversuchen" zusammen: Im Kantonsspital in Glarus praktiziert die „Rote Zora" - so der Spitzname von Geistheilerin Alena Jöstl - Tür an Tür mit Chefarzt Professor Kaspar Rhyner. 150 meist chronisch Kranke hat sie bis jetzt behandelt. „Zum Teil mit außergewöhnlichen, schulmedizinisch nicht erklärbaren Heilerfolgen", resümiert der Chefarzt.

Energie statt PillenEnergie statt Pillen: Auch Hände können Schmerzen, Verspannungen und Allergien lindern

In Deutschland hingegen sind Geistheiler in Arztpraxen eher die Ausnahme: Nur vereinzelt öffnen Privatkliniken wie die Tauberland-Klinik in Bad Mergentheim ihnen die Tore. Noch schlimmer reagieren hierzulande die Schulmediziner in öffentlichen Krankenhäusern. Sie fürchten den Kontakt mit der Laienkonkurrenz wie der Teufel das Weihwasser oder verschweigen deren Mitarbeit: So werden an einem großen Bezirkskrankenhaus in Süddeutschland zwar die Schwestern in „One Light Healing Touch", einer Kombination aus Handauflegen und Kinesiologie ausgebildet (s. dazu den Artikel „Kinesiologie und die Weisheit des Körpers" auf S. 12 dieser Ausgabe). Die Chefärzte wachen jedoch strengstens darüber, dass nichts an die Offentlichkeit dringt.
Dabei ist die Effizienz des Handauflegens besser belegt als die aller anderen unkonventionellen Heilweisen: Dr. Daniel Benor, in London lebender amerikanischer Psychiater, sammelte weltweite Forschungen über geistiges Heilen - mittlerweile über 150 kontrollierte Studien, 10 Dissertationen und 2 Magisterarbeiten. Sein Resümee: Rund die Hälfte der Tests waren erfolgreich - und das unter oftmals ungünstigen Bedingungen und den argwöhnischen Blicken der Wissenschaftler.
Alles bloße Einbildung? Eine spontane Selbstheilung - ein medizinischer Placebo-Effekt? Dem widerspricht noch eine Tatsache: Auch Tiere, Pflanzen, Bakterien und einzelne Zellkulturen - darunter roten Blutkörperchen und Krebszellen - konnten Geistheiler unter den Argusaugen der Wissenschaftler kurieren. Und bekanntlich können sich Bakterien und Einzelzellen eigentlich nichts einbilden. Dennoch ist übertriebene Hoffnung fehl am Platz. Auch Handaufleger haben mal einen schlechten Tag, auch sie können nicht immer erfolgreich arbeiten. Qualitätsnachweise für Heiler gibt es nicht, da noch keine Kriterien für eine Überprüfung ihrer Fähigkeiten existieren. Die bekannte in der Schweiz lebende Geistheilerin Pamela Sommer-Dickson hält die Motivation eines Heilers für das Wichtigste, warnt aber auch: „Bedenklich ist, wenn Menschen in den Heilern Leitidole und Gurus suchen - es gibt Geschäftemacher, die das skrupellos ausnutzen."
Wie aber findet man einen seriösen Heiler? Richtlinien vom „Dachverband für Geistiges Heilen" (DGH), der deutschen Berufsorganisation der Heiler erarbeitet, können weiterhelfen. Die wichtigsten:
• Der Heiler darf sich nicht als unfehlbar darstellen,
• keine Erfolgsversprechen geben,
• keine Vorauszahlungen und nicht mehr als zirka 120 Mark pro Sitzung verlangen,
• nicht von Arztbesuchen abraten. Außerdem vermittelt der DGH auf Anfrage Adressen seiner Mitglieder und bietet eine kostenlose telefonische Beratung zu allen Themen geistigen Heilens (s. Kasten „Infos") an.
Noch besser hilft vielleicht dies: Vom 30. November bis 3. Dezember 2001 versammeln sich auf dem „5. Weltkongress für Geistiges Heilen" in Basel zahlreiche Heiler und einschlägige Forscher aus aller Welt. In Live-Demonstrationen und Vorträgen kann man viele Handaufleger erleben. Bei einigen sind Probebehandlungen möglich, und vielleicht findet man gleich dort einen, zu dem man wirklich Vertrauen hat. Denn auch hier muss „die Chemie" stimmen.

 

 

 

Handauflegen, Besprechen, Reiki - allein in Deutschland suchen

Millionen chronisch Kranke finden Hilfe bei Geistheilern. Deren

Erfolge, verblüffen selbst die Mediziner.

 

Text von von Ulrich Arndt

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Heilenergie                                                

Was Heiler wirklich können

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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